Im Rauschen ist Alles und Nichts. Rauschen ist chaotisch und dabei einheitlich, wie eine immerwährende Bewegung, die als Stillstand erscheint. Ein Flirren und Changieren. Es rauscht wenn Form verschwimmt und dadurch als Form erfahrbar wird. Das Musiktheater bruit! widmet sich in „es glaubt es rauscht“ dem akustisch, visuell und auch philosophisch schwer zu fassenden Phänomen des Rauschens. In ihrer musikalischen, szenischen und installativen Versuchsanordnung nähern sich die Klang- und Bildforscher der Sinnlichkeit und Abstraktheit des Rauschens. Sie eröffnen geräuschhafte und rauschende Klang- und Bildwelten in denen sie stets versuchen das Unbestimmbare zu bestimmen. An der Schwelle zwischen Sinn und Unsinn schwankend sehen die Klangforscher von bruit! in ihrem “Rauschzustand” die Befreiung von einer vorherrschenden Kultur des Sehens – mit dem Ziel, die Menschen für eine Kultur des Hörens zu sensibilisieren.

Konzept/Realisation: Julia Hundt, Karoline Kähler, Matthias Meyer, Marcus Thomas

Uraufführung: Theaterhaus Hildesheim vom 19. Juni 2010

Festivals: Explosive! Festival Bremen 2011, 100° Festival Berlin im HAU 2012

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22. Januar 2012