Das Ensemble von bruit! eröffnet den KLANGKLUB EUROPA um die Ergebnisse ihrer Klangforschung zu präsentieren. Der Klangklub widmet sich dem interdisziplinären Forschungsfeld der Klangökologie und hat sich zur Aufgabe gestellt, überall auf der Welt Töne und Geräusche zu sammeln und kulturelle Hörgrenzen zu erkunden. Dazu sind die die vier Klubmitglieder gleichzeitig an weit entfernte Orte Europas gereist, um dort charakteristische Sounds, Objekte und Bilder zu sammeln, die Auskunft geben über Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Kulturen.

Die Zuschauer/Zuhörer*innen finden in einem installativen Klubraum Platz. Über ihnen viele kleine Lautsprecher, um sie herum Leinwände, Trophäen, eine Klubbar, Pflanzen und die vier Klubmitglieder die als Performer*innen und Musiker*innen den Klangraum musikalisch und szenisch von verschiedenen Seiten bespielen. Die Zuschauer/-hörer*innen werden in Klang gehüllt und erfahren auf diese Weise unterschiedliche Klangbilder in denen bruit! die Atmosphären der Orte nachempfindet. Mittels musiktheatraler Kompositionsverfahren haben die vier Hobbyforscher*innen ihre Aufnahmen für die Präsentation aufbereitet, zu Soundscapekompositionen zusammengesetzt, Lieder komponiert und eine Archiv mit unterschiedlichen Klangkategorien erstellt.

Bruit! reflektiert in ihrem KLANGKLUB EUROPA inwiefern die Welt über das Ohr zu verstehen ist, was hinter klanglichen Stereotypen stehen könnte und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Hören. Welcher Stellenwert hat Klang in unserem Leben? Und was erzählt er über Kulturen?

KONZEPT, KOMPOSITION, PERFORMANCE Karoline Kähler, Matthias Meyer, Jule Kerk, Marcus Thomas RAUM, LICHT Franziska Riedmiller, Jule Kerk VIDEOBEARBEITUNG Paula Reissig PRODUKTION, DRAMATURGIE Dag Lohde

Premiere 30.10.15 // 21 Uhr // SOPHIENSÆLE //
weitere Vorstellungen: 31.10 / 1.11. / 2.11. // 21 Uhr

5.2. / 6.2. // 19.30 Uhr // Theater im Pavillon Hannover

Eine Produktion von musiktheater bruit! in Koproduktion mit
SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters vonB erlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und durch den Fonds Darstellende Künste e.V.

Fotos: Paula Reissig

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8. September 2015